Reiseführer Regionaler Naturpark Perigord-Limousin

Cover Reisefühtrer

Der erste Reiseführer über den zauberhaften Landstrich im Norden der Dordogne und im angrenzendem Limousin. Hier, wo die Ausläufer des Zentralmassivs auf das aquitanische Becken treffen, finden sie unerwartete Naturschönheiten und Bauwerke abseits der Hektik des Alltags. Tauchen Sie ein in eine Gegend, die noch viel von ihrem traditionellen Charakter bewahrt.

Reiseführer Regionaler Naturpark Perigord-Limousin von Sigrun Strunk

Wo kaufen?

als Taschenbuch im Frühjahr 2019 ISBN: 978-3-96443-977-2

als ebook gibt es das Buch bei:

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Beschreibung

Der 1998 gegründete regionale Naturpark Perigord-Limousin umfasst Gemeinden im Norden der Dordogne, dem grünen Perigord und in der angrenzenden Haute-Vienne. Dieser wenig bekannte Landstrich ist nur dünn besiedelt. Er beherbergt unzählige Pflanzen- und Tierarten, von denen viele unter Naturschutz stehen. Dieser Reiseführer bietet einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten in den 78 Gemeinden des Parks. Zu den kulturellen Höhepunkten gehören die vielen romanischen Kirchen und Schlösser von denen die Mehrzahl unter Denkmalschutz steht.

Der erste Teil des Reiseführers ist thematisch gegliedert, während der zweite Teil elf Routenvorschläge macht, in denen die Städte und Dörfer kurz vorgestellt werden.

Sehenswürdigkeiten im Naturpark Perigord-Limousin

Die Vorschläge dieses Artikels basieren auf den Photos des Kalenders 2017

Neben den Ortsnamen steht 24 für Orte im Departement Dordogne und 87 für die Haute-Vienne. Alle Gemeinden befinden sich im Regionalen Naturpark Perigord-Limousin. Link zu den Photos (hier).

  Orchidee

Titelblatt: eine Orchidee auf einer Wiese in der Nähe des Schlosses Bernardières. Die beste Zeit die Vielzahl an seltenen Blumen im Park Perigord-Limousin zu entdecken, ist der Frühling besonders die Monate April und Mai. 

Januar: die Burg Montbrun bei Dournazac (87), eines der Schlösser, bei denen Richard Löwenherz angeblich vorbeigekommen ist.
Februar: der kleine Wasserfall « Saut du Chalard » des Flusses Dronne. Um dort hinzugelangen, stellt man sein Auto auf den Parkplatz nicht weit von Champs-Romain (24) und geht dann zu Fuss in das Tal der Dronne hinunter. (Der Saut du Chalard in der Dordogne darf nicht mit dem Dorf Le Chalard bei Saint-Yrieix-la-Perche in der Haute-Vienne verwechelt werden! )
März: das Schloss Richmond bei Saint-Crépin-de-Richemont, erbaut im 16. Jahrhundert von Pierre de Bourdeille, genannt Brantôme. Es ist noch im Besitz der gleichen Familie. Es kann zeitweise im Sommer besichtigt werden.
April: Ein Tal mit Blick auf ein weiteres Schloss, kaum 10 km von Javerlhac entfernt. Das Bild wurde in Connezac (24) gemacht.
Mai: Die Innenwände der Kirche von les Salles-Lavauguyon sind mit Fresken aus dem 12. Jahrhundert bedeckt. Sie wurden zufällig unter dem Putz entdeckt und werden seit Jahrzehnten restauriert.
Juni: Eine der vielen Quelllen, denen heilende Kräfte zugesprochen werden. Sie sind immer einem oder einer Heiligen gewidmet. Damit der Trank des Quellwassers Erfolg hat, muss ein persönliches Objekt am Ort hinterlassen werden. Daher die vielen Tücher und Schals. Das Bild zeigt die erste Quelle in Courbefy bei Bussière-Galand (87).
Juli: Der Turm von Piégut in Piégut-Pluviers (24) wahrscheinlich auch aus dem Mittelalte.
August: der experimentelle Hochofen, der einmal im Jahr in dem kleinen Dorf Etouars (24) funktioniert. Dort wurde eine der Kanonen gegossen, die auf der Hermione sind.
September: Blick auf Javerlhac (24), links die leicht gedrehte Kirchturmspitze, rechts das Renaissanceschlösschen.
Oktober: Blick auf Rochechouart (87), links das Schloss und rechts die Kirche, ebenfalls mit leicht gedrehter Turmspitze.
November: Der See von Saint-Estèphe (le grand étang) (24). Im Sommer kann man dort Baden und Angeln und das ganze Jahr über kann man um ihn herumgehen.
Dezember: Menhir und Dolmen bei Saint-Auvent (87). Ich habe est vor zwei Jahren entdeckt, dass es hier in der Gegend nicht nur Höhlen mit Malereien und Gravuren gibt, sondern auch Megalithe!

Frühling im Regionalpark Périgord-Limousin

Himmelsschluessel im Garten

Ab Mitte März wird das Wetter bei uns angenehm warm und alles beginnt zu grünen und zu blühen. Zeit erste Wanderungen zu unternehmen. So früh im Jahr braucht man aber noch garantiert wasserdichte Schuhe, denn nach dem vielen Regen im Winter gibt es noch viele Pfützen. Das ändert sich meist im April.

Für Naturliebhaber ist das Frühjahr eine ideale Zeit, um mehr oder weniger seltene Pflanzen und Tiere zu entdecken.

Als erstes blühen

Weiterlesen: Frühling im Regionalpark Périgord-Limousin

Photos zum Artikel Sehenswürdigkeiten

12 Photos aus dem Regionalen Naturpark Perigord-Limousin aufgenommen zwischen 2014 und 2016.

  

Das Schloss Montbrun bei Dournazac

 

Wasserfall der Dronne  

Der Wasserfall Saut du Chalard der Dronne

 

Schloss Richemont, St Crepin de Richemont

Schloss Belussière von Connezac aus

Romanische Fresken in Salles-Lavauguyon

Heilende Quelle in Courbefy

Der Turm in Piégut-Pluviers

Experimenteller Hochofen im August, Etouars

Javerlhac

Blick auf Rochechouart

Grand Etang, Saint-Estephe, Dordogne

Dolmen Chez Moutaud, St Auvent

Die Gemeinde Javerlhac-et-la-Chapelle-Saint-Robert

Die Gemeinde Javerlhac-et-la-Chapelle-Saint-Robert

Die beiden Dörfer Javerlhac und Chapelle Saint Robert haben schon im 19. Jahrhundert fusionniert.

Seitdem lautet der offizielle Gemeindename: Javerlhac-et-la-Chapelle-Saint-Robert. Die nächste Kleinstadt ist Nontron in 12 km Entfernung.

 

Ausser den beiden Hauptdörfern gibt es noch eine Vielzahl kleiner Weiler. Insgesamt hat die Gemeinde etwas weniger als 1.000 Einwohner.

Das Ferienhaus Chez Joly liegt etwas oberhalb des Dorfes Javerlhac, wohin man innerhalb von 10 Minuten zu Fuss gehen kann, immer entlang des Flusses Bandiat.

Javerlhac ist ein Dorf “tout commerce”, also ein Dorf mit mehreren Läden, was in Frankreich auf dem Lande immer seltener wird.

* 2 Bäcker

* Konditor

* Fleischerfachgeschäft

* Supermarkt Huit à 8, wo auch die Lokalpresse zu haben ist

* 3 Friseure

* 2 Autowerkstätten und Tankstelle

* Arzt

* Apotheke

* Krankenpfleger

* Gärtnerei

* Händler für Baumaterial

* Laden für Stoff und Leder aller Art: Decourt

* Weitere (grosse) Supermärkte Nontron, 12 km.

 

Die beiden Dörfer Javerlhac und Chapelle Saint Robert haben schon im 19. Jahrhundert fusionniert.

Seitdem lautet der offizielle Gemeindename: Javerlhac-et-la-Chapelle-Saint-Robert. Ausser den beiden Hauptdörfern gibt es noch eine Vielzahl kleiner Weiler. Insgesamt hat die Gemeinde etwas weniger als 1.000 Einwohner.

  Die Postleitzahl ist dieselbe, wie jene der Sousprefäktur Nontron. Die Gemeinde ist Teil des Gemeindeverbandes "communauté de communes du Périgord vert nontronnais".

Kirche und schloss

La Chapelle Saint Robert

Im XI. Jahrhundert gründeten Benediktinermönche eine Abtei in la Chapelle St Robert, nur die Kirche existiert noch. Sie ist als historisches Denkmal eingetragen und wurde über Jahre hinweg von einem privaten Verein unter Mithilfe der Denkmalschützer restauriert, sodass Sie jetzt sogar wieder eine romanische Wandmalerei bewundern können.

 

 

restaurierte Freske
Restaurierte Freske in der Kirche St Robert

Javerlhac

Wie Ausgrabungen belegen existiert Javerlhac seit vorgeschichtlichen Zeiten.
Das erste Schloss im Dorf wurde im 13. Jahrhundert gebaut. Der Graf von Cambridge steckte es 1369 in Brand. Um 1500 wurde es im Renaissancestil neu aufgebaut. Seit jenen Tagen haben die Besitzer mehrfach gewechselt. Das Schloss ist in Privatbesitz und nicht zu besichtigen.

 

Früher gehörten die Ölmühle (moulin Martin) und das Taubenhaus zum Schloss. Jetzt haben sie einen anderen Besitzer und können manchmal auf Anfrage besichtigt werden. Gelegentlich im Winter wird auch Walnussöl gepresst.

 

 

moulin, pigeonnier et croix
moulin, pigeonnier et croix

Die Kirche St Etienne (Stephan) wurde ebenfalls im 13. Jahrhundert gebaut und in den folgenden Jahrhunderten mehrfach umgebaut. Der Turm ist gedreht und im Innern liegen zwei Steinfiguren.

 


500 m Flussabwärts liegt Forge neuve, eine ehemalige königliche Kanonenschmiede. Das Gebäude steht noch, aber die Inneneinrichtung ist schon lange verschwunden. Doch der Besitzer hat Informationstafeln aufgestellet, die die Funktionsweise eines Hochofens im 18. Jahrhundert erklären. Es sollte Sie nicht erstaunen, dass es hier Hochöfen gab. Die Bödern der Gegend sind sehr eisenhaltig und mindestens seit dem Mittelalter wurde hier Eisen gewonnen. Das Holz um Holzkohle herzustellen gibt es hier reichlich. Die Produktion wurde im 19. Jahrhundert aufgegeben, als moderne Techniken den Standort unrentable werden liessen.

 

Wasserrad des ehemaligen Hochofens
Wasserrad des ehemaligen Hochofens